Mobility Hubs Oberbillwerder

In Hamburgs zweitgrößtem Stadtentwicklungsprojekt Oberbillwerder werden auf ca. 118 ha zwischen ca. 6.500 Wohnungen für rund 15.000 Einwohner:innen und bis zu 5.000 Arbeitsplätze entstehen. Zentrales Element des städtebaulichen Konzepts sind dabei die Mobility Hubs, die als wesentlicher Bestandteil der Quartierszentren Urbanität schaffen werden.

Mehrere, über den Stadtteil verteilte Mobility Hubs werden den ruhenden Kfz-Verkehr Oberbillwerders aufnehmen und dadurch ein Potenzial an öffentlichem Raum mit hohen Qualitäten und Flächen für weitere Mobilitätsangebote freisetzen. Mit ihrer signifikanten Größe, ihrer jeweiligen Lage und der Bedeutung ihrer Erdgeschosszonen prägen die Mobility Hubs den Stadtraum. Als Identifikationspunkte und Adressen in den Quartieren ist der Anspruch an ihre architektonische und gestalterische Qualität hoch.

Dem Konzept der Mobility Hubs liegt die Entwicklung multifunktionaler und gestalterisch hochwertiger Mobilitäts- und Gemeinschaftszentren zugrunde, um durch die Förderung einer inter- und multimodalen Verkehrsmittelnutzung die Verkehrswende aktiv voranzutreiben, deren Akzeptanz durch ein Angebot an gemeinschaftliche Nutzungseinrichtungen zu stärken und so das öffentliche Leben im Stadtteil bereichern. In der Konsequenz der Anwendung des Konzepts für einen ganzen Stadtteil gibt es kein gebautes Vorbild für diese Aufgabe, die weit über verkehrsplanerische Fragen hinausgeht.

Mit einem einphasig-offenen Wettbewerb gemäß RPW 2015 soll eine architektonisch und gestalterisch herausragende Konzeption für zwei der geplanten Mobility Hubs gefunden werden.

Für eines der beiden im Wettbewerb bearbeiteten Gebäude (Mobility Hub 7) wird die Ausloberin die Planung bis zur Leistungsphase 4 vorantreiben und als Planungsauftrag an eine der Preisträger:innen vergeben. Für den anderen Mobility Hub (Nr. 6) sollen im Wettbewerb Ideen für eine konzeptionelle und gestalterische Lösung der Umsetzung mit automatisiertem Parken erarbeitet werden.

Die Grundzüge des Mobility Hub-Konzepts definiert der für Oberbillwerder vorliegende Masterplan; die Berücksichtigung der komplexen Anforderungen im Kontext der Qualitäten des städtebaulichen Entwurfs wird erwartet.

Das Wettbewerbsverfahren ist Teil des von der IBA Hamburg GmbH und dem Bezirk Bergedorf konzipierten Förderprojekt „Mobility Hubs für eine nachhaltige Quartiersentwicklung“. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebau 2018/19“ in einer Projektlaufzeit von Frühjahr 2020 bis Ende 2023 gefördert. Fördergeldempfänger ist der Bezirk Bergedorf, die fachliche Bearbeitung des Projektes steuert die IBA Hamburg GmbH.

Mit den Planungen zu den zwei Mobility Hubs, soll das Verfahren auch Erkenntnisse liefern, wie die architektonische und gestalterische Identität aller Mobility Hubs entwickelt werden kann. Als essenzieller Bestandteil des Stadtteils setzen die Mobility Hubs in Oberbillwerder neue Maßstäbe hinsichtlich der Funktionalität und in der architektonischen Ausgestaltung – das Ziel ist es einen neuen Standard mit Vorbildcharakter zu schaffen.

Verfahren

In einem einphasigen, offenen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil sollen die ersten beiden Mobility Hubs hochbaulich entwickelt werden, wobei das Auftragsversprechen einen Mobilty Hub (MH7) umfasst. Ein weiterer Mobility Hub (MH6) im zentralen Bereich Oberbillwerders wird als Ideenteil ausgeschrieben.

Wettbewerbssumme

Im Rahmen des Verfahrens werden Preisgelder und Anerkennungen in Höhe von insgesamt 120.000 € zzgl. Umsatzsteuer ausgelobt. Diese Summe wird aufgeteilt in 55.000 € für Preise und Anerkennungen im Rahmen des Realisierungsteils (MH 7) und 55.000 € für den Ideenteil (MH 6). Zusätzlich werden 2 Anerkennungen á 5.000 € jeweils zzgl. der ges. geltenden Umsatzsteuer vorgesehen.

Ergebnis

Ort

Hamburg, Oberbillwerder

Auftraggeber

IBA Projektentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG
Am Zollhafen 12
20539 Hamburg
im Einvernehmen mit:
Freie und Hansestadt Hamburg:
- Bezirksamt Bergedorf
- Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
- Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Verfahren

Realisierungswettbewerb, Ideenwettbewerb, 1-phasiges Verfahren

Projektzeitraum

09/2022–01/2023

Wettbewerbssumme

120.000 €

Ansprechpartner

Nils Rogel
rogel@c4c-berlin.de

Termine

  • Download der Unterlagen
    28.September 2022
  • Teilnehmendenkolloquium online
    19. Oktober 2022
  • Abgabe der Arbeiten
    13. Dezember 2022
  • Abgabe des Modells
    19. Dezember 2022, 17:00 Uhr
  • Preisgerichtssitzung
    16. + 17. Januar 2023
  • Pressekonferenz
    31. Januar 2023

Preisgericht

Fachpreisrichter:innen

Andrea Soyka, Stadtplanerin, Hamburg
Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor, BSW
Gerhard Wittfeld, Architekt, Aachen
Johannes Schilling, Architekt, Köln
Julia Bolles-Wilson, Architektin, Münster
Lars Rosinski, Bezirksamt Bergedorf, Dezernent
Laura Jahnke, Architektin, Hamburg
Sabine de Buhr, IBA Hamburg GmbH

Sachpreisrichter:innen

Frank Lorenz, Lorenz Gruppe
Heinz Jarchow, SPD-Fraktion, Bergedorf
Martin Görge, Sprinkenhof GmbH
Matthias Pöhler, BBSR Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Patrick Kühl, Grüne-Fraktion, Bergedorf
Stefanie Bremer, orange edge
Stephan Meyns, FDP-Fraktion, Bergedorf

Ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichter:innen

André Marschall, IBA Hamburg GmbH
Ellen Kristina Krause, Architektin, Hamburg
Hille Krause, Architektin, Hamburg
Michael Rink, BSW, Abteilung Projekte
Oliver Panz, Bezirksamt Bergedorf

Stellvertretende Sachpreisrichter:innen

Ernst Heilmann, Die Linke-Fraktion, Bergedorf
Jörg Froh, CDU-Fraktion, Bergedorf
Reinhard Krohn, AfD-Fraktion, Bergedorf

Downloads

Auslobungen

MHO Auslobung
17. Oktober 2022

Protokolle

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