Laufendes Projekt

ADH | Auf dem Hagen West

Göttingen ist als traditionsreiche Universitätsstadt stark von Bildung und Forschung geprägt, was zu einem dauerhaft angespannten Wohnungsmarkt führt. Um dem wachsenden Bedarf an bezahlbarem und qualitativ hochwertigem Wohnraum – besonders für Studierende und einkommensschwächere Gruppen – gerecht zu werden, verfolgt die Stadt das Ziel, neuen Wohnraum zu schaffen und steigenden Mieten entgegenzuwirken. Auch die Wohnungsgenossenschaft eG Göttingen (WG) sieht sich in der Verantwortung, ihren Bestand zu modernisieren und zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen.

Im Nordwesten von Göttingen, gelegen auf dem Hagenberg in unmittelbarer Nähe zum Westpark an der Grone, befindet sich das 9.593 m2 große Wettbewerbsgebiet. Das bogenförmige Areal wird im Norden von der Straße Kesperhof und im Süden von der Straße Unter der Pfalz begrenzt.

Die Wohngebäude entlang der Straße Auf dem Hagen befinden sich überwiegend im Eigentum der Wohnungsgenossenschaft eG Göttingen (WG). Die WG beabsichtigt die Gebäude Auf dem Hagen 6 – 34 aus den 1950er Jahren zurückzubauen und durch eine Neubebauung zu ersetzen. Die zweigeschossige Bestandsbebauung westlich der Straße Auf dem Hagen weist eine geringe bauliche Dichte auf und besteht aktuell aus 86 Wohneinheiten. Diese Wohneinheiten weisen neben ungünstigen Wohnungsgrundrissen auch erhebliche bauliche Mängel auf, so dass eine Sanierung aus wirtschaftlicher Sicht nicht in Frage kommt. Ziel ist es durch eine Neubebauung mehr Wohnfläche und eine höhere Wohnraumqualität mit einem hohen Anteil an sozialem Wohnungsbau zu schaffen. Zudem soll auch der Freiraum aufgewertet und der ruhende Verkehr neu geordnet werden.

Ziel des hochbauplanerischen und freiraumplanerischen Wettbewerbes ist es, im Rahmen eines zweiphasigen Verfahrens ein überzeugendes Gesamtkonzept zu entwickeln. In der ersten Phase soll ein tragfähiges städtebauliches Konzept entstehen, das in der zweiten Phase durch eine vertiefende hochbauliche und freiraumplanerische Ausarbeitung konkretisiert wird. Der neue Entwurf soll sich sensibel in die bestehende gebaute und landschaftliche Umgebung einfügen und gleichzeitig mehr Wohnraum in einem höheren Standard als im Bestand ermöglichen.

Ergebnis des Teilnahmewettbewerbs
Am 30. Januar 2026, endete der Teilnahmewettbewerb für den nicht-offenen 2-phasigen Realisierungs-Wettbewerb gemäß RPW 2013 „Auf dem Hagen West“ in Göttingen. Aus 155 eingereichten Teilnahmeanträgen wurden nach Prüfung der Teilnahmeanträge am 02. Februar 2026 10 Büros ausgelost.

Das Protokoll der Auswahlsitzung liegt im Downloadbereich bereit.

Start des Realisierungswettbewerbs

Die 1. Phase des Realisierungswettbewerbs startet am 27.03.2026. Die Auslobungsunterlagen stehen den 15 teilnehmenden Planungsteams im Downloadbereich zur Verfügung.

Ort

Göttingen, Deutschland

Auftraggeber:in

Wohnungsgenossenschaft eG Göttingen
Oesterleystraße 4
37083 Göttingen
https://wg-goe.de

Verfahren

nicht-offener 2-phasiger Realisierungswettbewerb gemäß RPW 2013

Projektzeitraum

März bis September 2026

Wettbewerbssumme

67.500 €

Ansprechpartner:in

Termine

  • Teilnahmewettbewerb - Teilnahmeantrag
    von 13.01.2026 bis 30.01.2026
  • Teilnehmendenauswahl - Losverfahren
    02.02.2026
  • Veröffentlichung der Auslobungsunterlagen
    27.03.2026
  • Preisgericht 1. Phase
    16.06.2026
  • Teilnehmendenkolloquium
    30.06.2026
  • Preisgericht 2. Phase
    23.09.2026

Fragen zum Projekt

Rückfragen können bis zum 10. April 2026 gestellt werden. Kontrollieren Sie zunächst, ob Ihre Frage bereits gestellt wurde. Bitte nehmen Sie eindeutigen Bezug auf die vorliegende Aufgabenstellung, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Fragen werden anonym veröffentlicht. Nennen Sie weder Ihren noch die Namen anderer Teilnehmer in Ihrer Fragestellung.

ADH | Auf dem Hagen West

Bezug: Kapitel 3.2, Absatz 019 (27.03.2026)

Fußweg

Fußweg: Im Bereich des öffentlichen Spielplatzes sowie von der Straße „Unter der Pfalz“ aus ist der Weg öffentlich zugänglich. Ist der nördliche Teil des Weges – vom Spielplatz bis zum Anschluss an den Lindenweg (seitlich des Gebäudes mit der Hausnummer 2) – ebenfalls öffentlich zugänglich?

Antwort (01.04.2026)

Sowohl die Zuwegung zum Spielplatz, als auch der „Mistweg“ zwischen den Reihenhausgrundstücken im "Beekweg" und dem Wettbewerbsgebiet sind im derzeit gültigen Bebauungsplan Göttingen Nr. 64 " Beekweg" 1. Änderung mit einem Geh- bzw. Fahrrecht zugunsten der Allgemeinheit belastet. Auch der Durchweg zum Lindenweg ist laut Bebauungsplan mit einem Geh- und Fahrrecht zu belasten. Für Fußgänger*innen ist die Durchwegung von „Unter der Pfalz“ bis „zur Lindenbreite“ aktuell möglich, der Weg ist allerdings sehr schmal und nicht befestigt siehe Bilder. Im Wettbewerbsgebiet befindet sich nur die Zuwegung von der Straße „Auf dem Hagen“ zum Spielplatz, nicht aber der „Mistweg“, dieser entzieht sich auch dem Zugriff der Ausloberin.

Von Seiten der Ausloberin ist eine Erschließung der neuen Bebauung (z.B. für Fahrräder) über diesen Weg nicht gewollt. Ein Anschluss an den „Mistweg“ besteht - und wird weiter bestehen - im Bereich des öffentlichen Spielplatzes und der Zuwegung von der Straße „Auf dem Hagen“. Der Bebauungsplan steht im Downloadbereich zur Verfügung ADH_Bilder Mistweg
Bezug: Kapitel 5.2, Absatz 150 (27.03.2026)

Büroname

An mehreren Stellen in der Auslobung sowie auf der Projektwebsite ist unser Büro als „RIMPAU BAUER DERVEAUX GbR“ aufgeführt. Korrekt lautet die Bezeichnung: „RIMPAU BAUER DERVEAUX Partnerschaft von Architekten mbB“.

Antwort (30.03.2026)
Entschuldigen Sie bitte den Fehler. Die Korrekte Bezeichnung wird so übernommen.
Bezug: Kapitel 5.6, Absatz 181 (27.03.2026)

Vectorworks 2024

Kann die Plangrundlage „ADH_Plangrundlage_20260323“ ebenfalls als Vectorworks-2024-Datei zur Verfügung gestellt werden?

Antwort (30.03.2026)
Die Plangrundlage wurde ebenfalls als Vectorworks-2024-Datei im Downloadbereich zur Verfügung gestellt.

Der Rückfragezeitraum ist abgelaufen, das Fragenforum ist geschlossen.

Teilnehmende

  • abdelkader architekten bda, Münster  
  • bmp architekten, Göttingen  
  • Dipl.-Ing. Jörg Boettger mit yellowZ und hola Landschaftsarchitektur
  • ES Architekten Ingenieure, Duderstadt  
  • foundation 5+ architekten BDA, Kassel  
  • Gerber Architekten, Hamburg  
  • HHS Planer + Architekten AG, Kassel  
  • Holzer Kobler Architekturen Berlin GmbH  
  • htarchitektur Henrike Thiemann Architekten BDA, Münster  
  • LRW Architektur und Stadtplanung PartG mbB, Hamburg  
  • pape & pape architekten, Kassel  
  • PASD Feldmeier Wrede Architekten BDA Stadtplaner SRL PartG mbB  
  • RIMPAU BAUER DERVEAUX Partnerschaft von Architekten mbB  
  • RTW Architekten, Hannover  
  • von Ey Henkel Architektur GmbH, Berlin  

Preisgericht

Fachpreisrichter*innen

Carlo Scherrer, Architekt, Vorstandsmitglied, Wohnungsgenossenschaft eG Göttingen
Frithjof Look, Stadtplaner, Stadt Göttingen, Stadtbaurat, Leitung Dezernat D Planen, Bauen und Umwelt
Inga Hahn, Landschaftsarchitektin, Berlin
Ingo Kanehl, Architekt, Köln
Susanne Wartzeck, Architektin, Fulda

Sachpreisrichter*innen

Dr. Martin Bruse, WG Göttingen, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Julian Schlumberger, Stadt Göttingen, stellv. Vorsitz Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke, B’90/Die Grünen
Maik Lindemann, Stadt Göttingen, Dezernat D, Fachbereichsleiter Planung, Bauordnung und Vermessung
Nora Michaelis, WG Göttingen, Vorstand

Ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichter*innen

Birgit Meier-Engelen, Architektin, WG Göttingen
Karen Hoffmann, Stadt Göttingen, Leitung Fachdienst Stadtplanung
Prof. Dr. Verena Brehm, Architektin, Hannover
Sabine Rabe, Landschaftsarchitektin, Hamburg

Stellvertretende Sachpreisrichter*innen

Hans-Otto Arnold, Stadt Göttingen, Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke, CDU
Nadja Schneegans, Stadt Göttingen, Fachdienst Stadtplanung Dezernat D
Thomas Richardt, WG Göttingen, Mitglied des Aufsichtsrats

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