Wohnen am Kurt-Schumacher-Ring in Wolfsburg-Detmerode

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Wohnen am Kurt-Schumacher-Ring in Wolfsburg-Detmerode, 11/2015-05/2016

nicht offener 2-phasiger Planungswettbewerb nach RPW 2013

Auftraggeber
Neuland Wohnungsgesellschaft mbH

Aufgabe
Das Bild des Stadtteils Detmerode ist geprägt von lockerer Bebauung aus den 1960er Jahren – akzentuiert durch Hochhäuser. Als Bauskulptur im Norden Detmerodes markiert bislang das Stufenhochhaus von Paul Baumgarten den südwestlichen Eingang in die Stadt Wolfsburg. Seinerzeit experimentell mit neuen Konstruktionsmethoden errichtet, weist das Gebäude heute so grundsätzliche bautechnische und konstruktive Mängel auf, dass eine Sanierung nicht mehr möglich und der Abriss unvermeidlich ist.

Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die NEULAND Wohnungsgesellschaft mbh auf dem Grundstück entlang des Kurt-Schumacher-Rings an städtebaulich bedeutsamer Stelle einen markanten innovativen Neubau mit ca. 250 Wohnungen zu errichten.

Die Entwicklung eines überzeugenden Konzeptes auf dem Wettbewerbsgebiet und die Auseinandersetzung mit seinen umgebenden Freiflächen innerhalb des städtebaulichen Kontextes sollten insbesondere in der 1. Wettbewerbsphase als grundlegende Entwurfsidee erarbeitet werden. In der 2. Wettbewerbsphase standen die vertiefende Bearbeitung des architektonischen Konzepts und die Wohnungsqualitäten im Vordergrund.

Ziel des Wettbewerbes war es, eine Wohnbebauung in kosten-, flächen,- und ressourcensparender Bauweise bei gleichzeitig hoher städtebaulicher und funktionaler Qualität zu entwickeln. Dabei war das städtebauliche Grundkonzept von Detmerode in besonderem Maße zu berücksichtigen.

Preisträger der 2. Phase

ein 2. Preis

(nach Überarbeitung mit dem Neubau beauftragt)

Bayer und Strobel Architekten GbR, Kaiserslautern

Verfasser: Gunther Bayer, Peter Strobel
Mitarbeiter: Artur Schäfer, Melanie Bayer,
Max Gottschalk


Die Arbeit hat mit – im Vergleich zur ersten Phase – größeren Öffnungen der Höfe nach Osten an Qualitäten gewonnen. Es werden der Nutzung angemessene Höfe mit guter Identitätsbildung geschaffen – eine gute, für die Siedlungsstruktur Detmerodes neue Qualität. Inwieweit sich die Struktur in die Siedlung einfügt wird kritisch diskutiert. Die geforderte angemessene Zeichenhaftigkeit wird sowohl in der Baukörperkonfiguration als auch der Fassadengestaltung vermisst.

Die Erschließungen der Häuser und Wohnungen sind gut auffindbar, großzügig und hell. Die Laubengänge könnten noch weiter entwickelt werden. Es wird eine gute Durchmischung der Wohnungstypen großer Bandbreite vorgeschlagen. Die recht großen Baukörpertiefen führen zu einer höheren Wirtschaftlichkeit – bedingen aber zu einem hohen Anteil innenliegende Bäder – in den Bereichen der Laubengänge ist eine Belichtung über den Gang gewährleistet.

Der Wohnungsschlüssel ist auf Kosten des Anteils kleiner Wohnungen nicht ganz eingehalten. Die Grundstruktur der Grundrisse erscheint jedoch tragfähig und anpassbar.

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ein 2. Preis
Kappler Sedlak Architekten und Stadtplaner GmbH, Nürnberg

Verfasser: Prof. Johannes Kappler, Robert Sedlak
Mitarbeiter: Lucas Lang, Markus Honka


Der vorgeschlagene Baukörper bietet städtebaulich eine gute Antwort, fügt sich in die Siedlungsstruktur ein, formuliert gute Außenräume und setzt ein starkes, angemessenes Zeichen. Die gute Qualität der Außenräume wird bei Nachrüstung der fehlenden 45 Stellplätze leiden.

Der Wohnungsspiegel entspricht dem geforderten Programm. Die Erschließungen sind angemessen, die Durchgänge im EG werden begrüßt. Kleine Foyers in den Erdgeschossen bieten ein angenehmes Entree. Mit der Längsanordnung der Erschließungskerne stehen die Ostfassaden in großen Teilen jedoch nicht zur Belichtung der Wohnungen zur Verfügung, ein erheblicher Teil der Wohnungen ist damit nur einseitig nach Westen orientiert. Die Fassadengestaltung und Materialwahl wird als sehr aufwendig kontrovers diskutiert. Insbesondere erscheinen die verspiegelten Anteile für die Wohnnutzung kaum angemessen. Ebenso wird die Ausbildung von 2 horizontalen Einschnürungen des Hochhauses nicht durchweg als gelöst und überzeugend erachtet.

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3. Preis
DFZ Architekten GmbH, Hamburg

Verfasser: Stephen Kausch
Mitarbeiter: Mathias Scheuren, Hannes Hölscher, Yundi He, Lisa Heidenblut,
Cathleen Hille
Fachberater: Dr. Christoph Klinzmann, hhpberlin, Hamburg (Brandschutz)
Gert Lübs und Lars Schwitlick,
G2 Landschaft, Hamburg


Die klare städtebauliche Haltung der Baukörperanordnung und die prägnante Differenzierung der Fassaden der Arbeit werden begrüßt. Die Position des Hochpunktes im Süden folgt jedoch nicht der Grundstruktur Detmerodes und dominiert das Umfeld – es werden zum Teil Kontroll- und Verschattungswirkungen auf die angrenzenden Bereiche befürchtet. Der Baukörper bietet jedoch eine gute städtebauliche Gliederung der Räume und gewährt die geforderte Signifikanz. Das Konzept fügt sich gut in den Ort ein. Die Außenräume sind richtig differenziert und gestaltet mit Parken im Westen und Aufenthalt im Osten. Die gegebene Topografie wird geschickt genutzt – der Höhenversatz ist jedoch im EG- und KG-Grundriss nicht gelöst – es entstehen zu geringe Kopfhöhen im KG unter den Eingangsbereichen des EG – ein Fehler der als heilbar eingeschätzt wird. Die Differenztreppen in den Eingangsbereichen und den EG-Wohnungen widersprechen der geforderten Barrierefreiheit, die auch im Außenbereich nur teilweise gegeben ist

Der Wohnungsschlüssel ist zu stark zugunsten der großen Wohnungen gewichtet. Die Grundrisse weisen aufgrund der großen Gebäudetiefe von ca. 17,50m große Dunkelzonen auf. Die Bäder liegen innen, die Küchen zu einem Großteil im offenen Wohnbereich weit hinter der Fassadenebene, die internen Erschließungen sind teilweise ungünstig.

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4. Preis
Max Dudler, Berlin

Verfasser: Max Dudler
Mitarbeiter: Björn Werner, Guido Porta,
Greta Egle, Jochen Soydan
Fachberater: Hager Partner AG, Berlin (Landschaftsarchitektur)
PICHLER Ingenieure GmbH, Berlin


Die Arbeit adaptiert und modifiziert den Städtebau Baumgartens und zeigt eine gewünschte Zeichenhaftigkeit. Eine Mittelachse gewährt gute Orientierung und Erschließung der 5 Baukörper. Mit Rücksprüngen der Baukörper im 6. OG wird die räumliche Wirkung der Mittelachse unterstrichen – die Versprünge werden jedoch als etwas schwach empfunden. Die Außenräume entsprechen mit Parken im Osten und Aufenthalt im Westen nicht der gegebenen Lärmbelastung und können in ihrer Gestaltung noch nicht überzeugen. Insbesondere die massive Anordnung der Stellplätze zum Kurt-Schumacher-Ring bietet keine einladende Geste und wird kritisch gesehen.

Die Erdgeschosse werden mit ausschließlich allgemeinen Abstellbereichen – Fahrräder, Müll etc. – als unattraktiv empfunden. Die Grundrissqualitäten werden teilweise kontrovers diskutiert. Sie bieten zwar offene, fließende Räume, die Wohnbereiche sind jedoch direkter Verteiler zu allen anderen Räume – auch WC/Bad. Die Belichtungssituationen in den inneren Bereichen der Wohnzonen erscheinen unbefriedigend. Nicht wenige Wohnungen haben mehr als ein Zimmer nur nach Norden ausgerichtet.

Die Fassadengestaltung wird als konstruktiv aufwendig und in ihrer seriellen Einheitlichkeit zum Teil kritisch beurteilt.

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Weitere Teilnehmer der 2. Phase


Eine Anerkennung
msm meyer schmitz-morkramer rhein GmbH, Köln

Verfasser: Caspar Schmitz-Morkramer
Mitarbeiter: Kacper Rojek, Israel Moreno Torres, Carlos Tinoco de Castilla, Jan Jermer,
Gregor Gutscher
Fachberater: Hans Joachim Pabst, Pabst & Partner Ingenieure, Bonn (Brandschutz)

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Eine Anerkennung
Guillermo Vázquez Consuegra Arquitect S.L.P, Sevilla

Verfasser: Guillermo Vázquez Consuegra
Mitarbeiter: Christophe Beraldin, Davide Fuser, Ellen Mekiffer, Agnes Wesolowski,
Gregorio Lacchio, Leilio Di Loreto,
Teresa Ravaioli, Victor Garcia Segarra,
Björn Lotter
Fachberater: Lavaland GmbH, Berlin; Treibhaus Landschaftsarchitektur, Berlin; WTM Engineers GmbH, Berlin

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Eine Anerkennung
Johannes Schneider Architekt BDA, Bremen

Verfasser: Johannes Schneider
Mitarbeiter: Orhan Cilingir, Sylvia Cebulla, Oleg Tikhonov, Quynh Tao Nguyen
Fachberater: Markus Baritz, Rainer König und Markus Stilz, planungsgruppe grün, Bremen (Landschaftsarchitektur)

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Verbleibende Arbeiten aus 1. Phase

Verfasser: Max Dudler
Mitarbeiter: Björn Werner, Guido Porta,
Greta Egle
Fachberater: Hager Partner AG, Berlin (Landschaftsarchitektur)
Verfasser: Caspar Schmitz-Morkramer
Mitarbeiter: Kacper Rojek, Gregor Gutscher, Israel Moreno Torres, Johanna Mosetter,
Jan Jermer
Verfasser: Guillermo Vázquez Consuegra
Mitarbeiter: Christophe Beraldin,
Patricia Fraile Garrido, Davide Fuser,
Gregorio Lacchio, Ellen Mekiffer, Agnes Wesolowski,
Peter Werner, Björn Lotter
Fachberater: Lavaland GmbH (Berlin),
Treibhaus Landschaftsarchitektur (Berlin)


Verfasser: Dipl.-Ing. Johannes Schneider
Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Orhan Cilingir,
Dipl.-Ing. Sylvia Cebulla, MA Oleg Tikhonov
Fachberater: Dipl.-Ing. Markus Baritz,
Dipl.-Ing. Rainer König
Verfasser: Gunther Bayer, Peter Strobel
Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Artur Schäfer,
Max Gottschalk
Verfasser: Stephen Kausch
Mitarbeiter: Matthias Scheuren,
Hannes Hölscher, Lisa Heidenblut, Matthias Wolf
Fachberater: G2Landschaft (Landschaftsarchitekten, Hamburg), hhpBerlin (Brandschutz, Hamburg, Berlin)

Ausgeschiedene Arbeiten in 1. Phase – 2. Rundgang


2004

NÄGELIARCHITEKTEN und FAR FROHN&ROJAS, PLANUNGSGESELLSCHAFT, Berlin


Verfasser: Erich Frank Pössl, Peer Halfwassen, Bork Schiffer
Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Lucas Wördehoff,
Dipl.-Ing. Siegrid Andest, MA Josépha Rousell,
MA Kim Khue Nguyen
Fachberater: FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH; Prof. Dipl.-Ing. Thomas Fenner,
Dipl.-Ing. Simon Quindel, Dipl.-Ing. Gisela Stimpfl

Verfasser: Klaus Günter, Jörg Finkbeiner
Mitarbeiter: Fatma Wegner, Silvia Grossinger, Jeroen Meissner
Verfasser: Prof. Dipl.-Arch. (ETH) Walter Nägeli, Prof. M. Arch. Marc Frohn
Mitarbeiter: Max Koch, Eduardo Vieira,
Stefan Glüder, Daniel Grenz, Elena Ambacher
Verfasser: Cédric Petitdidier, Vincent Prioux
Mitarbeiter: Thomas Pereira
Verfasser: Dipl.-Ing. Wolfgang Thaeter, Dipl.-Ing. Bernhard Weinberger
Mitarbeiter: Dipl. Arch. Christian Nuhsbaumer, Dipl. Arch. Jörg Kempf, BA Meike Besserer,
Maria Clemente Marqués
Fachberater: Dipl.-Ing. Clemens Kolar (EGKK Landschaftsarchitektur)
Verfasser: Dipl.-Ing. Wilhelm Springmeier, Dipl.-Ing. Fouad Boulkroune
Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Christiane Kraatz,
M.Sc. Hannah Radtke, M.Sc. Marcel Sonntag,
B.Sc. Johann Zimmer, M.Sc. Patricia Nicklas
Fachberater: Dipl.-Ing. Axel Lohrer (Landschaftsarchitekten Lohrer.Hochrein)


2022

Léonwohlhage Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin



Verfasser: Prof. Hilde Léon, Peter Czekay,
Tilman Fritzsche
Mitarbeiter: Eldar Mustafayef, Maria Mosquera, Victoria Monari

Ausgeschiedene Arbeiten in 1. Phase – 1. Rundgang



Verfasser: Birgit Westphal, Jost Westphal
Mitarbeiter: Xenia Roepe, Christoph Bösche
Verfasser: Thomas Obermann
Mitarbeiter: Christian Wicke, Juliana Fließ,
Lisa Führing
Fachberater: Christoph Schonhoff, Evelyn König (nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekten stadtplaner)

Verfasser: Dipl.-Ing. Stefan Forster
Mitarbeiter: Jelena Duchrow, Wiebke Nolte, Stefan Pelzer, Nils Lamm, Xiaoyan Wu
Verfasser: Enrique de Teresa Trilla, Luis Miguel Pérez Salamanca
Mitarbeiter: Guiomar Martin Domínguez,
Javier de Esteban Garbayo, Hugo Zimmermann, Métrica Mínima
Verfasser: Jan Bakers, Frank Stahl
Mitarbeiter: Silvia Marques, Marta Dias
Fachberater: Arda van Helsdingen (Landschaftsarchitekt, Utrecht)
Verfasser: Gerd Jäger
Mitarbeiter: Tchavdar Todorov, Miroslav Gaydarski, Javier Garcia, Anders Beyer,
Sebastian Hartwig
Fachberater: Timo Herrmann, (Landschaftsarchitektur, bbz Berlin)


Verfasser: Andrea Möhn, René Bauman
Mitarbeiter: Ewelina Rachwal
Verfasser: Verena von Beckerath, Tim Heide
Mitarbeiter: Patrick Zamojski, Daniel Bruns, Edoardo Capella, Maria Schlosser, Dila Ünlü
Verfasser: Karl Hufnagel
Mitarbeiter: Dipl.-Ing Nadine Clauß
Fachberater: Gerald Schulze
(Prof. Dr.-Ing. Hilbers Ingenieurgesellschaft mbH)

2021

KNERER UND LANG Architekten GmbH, Dresden



Verfasser: Prof. Thomas Knerer
Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Peter Schmidt,
Dipl.-Ing Stephanie Schuster, Kristina Grimm
Fachberater: Dipl.-Ing Till Rehwaldt
(Rehwaldt Landschaftsarchitekten)

Wohnen am Kurt-Schumacher-Ring in Wolfsburg-Detmerode Januar 28, 2016