Urbane Mitte

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Urbane Mitte – Berlin

nicht offener 2-phasiger Planungswettbewerb nach RPW 2013

Aufgabe
Zentral gelegen in der Nähe des Potsdamer Platzes ist das Areal um den Bahnhof Gleisdreieck geprägt von seiner radikal wechselnden Bedeutung für die Stadt. Seit 1880 für Güterbahnhöfe genutzt, in der Nachkriegszeit als Randgebiet ignoriert und seit der Wiedervereinigung nach und nach wiederentdeckt, änderte sich durch die Schaffung des angrenzenden „Park am Gleisdreieck“ der Charakter des Ortes grundlegend.

Gerade die jüngsten Entwicklungen offenbaren die Besonderheit und das Potential des Ortes:
Das Gleisdreieck liegt in der Mitte der Stadt – und ist doch eine Mitte ohne Stadt.

Ziel des Projektes ist es, diesen zentralen Ort im polyzentrischen Berlin mit seinem heterogenen Umfeld zu einem lebendigen Quartier als „Urbane Mitte am Gleisdreieck“ mit identitätsstiftender und zeitgemäßer Architektur zu entwickeln.
Auf dem 31.500 qm großen Wettbewerbsgebiet entstehen zwischen 100.000–111.000 qm Geschossfläche, unterteilt in 7-10 Baufelder mit eigenem Charakter und eigener Adresse. Zusammen mit der umzunutzenden ca. 8.000 qm großen Fläche in den vorhandenen U-Bahn Viadukten formt sich ein Quartier, das die DNA des Ortes mit seiner Verkehrs- und Industriegeschichte weiterknüpft.

Das denkmalgeschützte U-Bahn-Kreuz und die dazugehörigen Gleisanlagen – historische Spuren und Symbol der Mobilität gleichermaßen – sind integriert und bilden mit Alt und Neu eine Synthese. Die Bebauung ermöglicht eine vielgestaltige Nutzermischung, die die Identität des Ortes bildet und an die Umgebung anschließt. Geplant ist ein Anteil ca. 2/3 für Büros, Hotels und Dienstleistungen. Das Angebot wird komplettiert mit ca. 1/3 der Flächen für Wohnungen, Versorgungs- und Freizeiteinrichtungen. Die „Urbane Mitte“ stellt sich in nachbarschaftliche Beziehungen zum Vorhandenen: die Öffnungen, Übergänge und Schnittstellen zum Park am Gleisdreieck und der übrigen Umgebung sind räumliche Beziehungen, die Kommunikation ermöglichen und Synergien nutzen. An dieser exponierten Stelle überzeugt eine zukunftsfähige, städtebauliche Lösung, die nicht nur einem baukulturellen Anspruch einer qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Architektur gerecht wird, sondern auch wirtschaftlich und flexibel umsetzbar ist. Ziel der Planung ist zunächst die Erstellung eines Masterplans, der als Vorlage für ein Bebauungsplanverfahren dient. Die ersten Baumaßnahmen im Anschluss an das B-Planverfahren sind für 2018 geplant. Es ist vorgesehen, die Verfasser der Preisträgerarbeiten bei der Planung der Hochbauten angemessen zu beteiligen.

Auftraggeber: COPRO Projektentwicklung GmbH, Berlin
Entwicklungspartnerin: BÜRO DR. VOGEL GmbH, Berlin

Termine
Veröffentlichung der Auslobungsunterlagen 01. Juli 2015
Besichtigung des Wettbewerbsgebiets 10. Juli 2015
Rückfragen bis zum 15. Juli 2015
Abgabe der Arbeiten 1. Phase 12. August 2015
Abgabe der Modelle 1. Phase 24. August 2015
1. Sitzung der Jury 11. September 2015
Teilnehmerkolloquium 17. September 2015
Abgabe der Arbeiten 2. Phase 23. Oktober 2015
Abgabe der Modelle 2. Phase 6. November 2015
2. Sitzung der Jury 20. November 2015

Preisgelder
Im Rahmen des Verfahrens wurden Preisgelder und Aufwandsentschädigungen in Höhe von insgesamt 257.000 € zzgl. Umsatzsteuer in geltender gesetzlicher Höhe ausgelobt. Die Preisträger wurden aus den Teilnehmern der zweiten Phase ermittelt. Durch einstimmigen Beschluss des Preisgerichts wurden zwei erste Preise und zwei Ankäufe vergeben. Ebenso einstimmig beschlossen wurde die Verteilung der Wettbewerbssumme auf jeweils 15.000 € für einen 1. Preis und jeweils 6.250 € für eine Anerkennung (jeweils zzgl. Umsatzsteuer in geltender gesetzlicher Höhe). Jeder Teilnehmer der ersten Phase erhielt eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 3.000 € zzgl. Umsatzsteuer in geltender gesetzlicher Höhe. Jeder Teilnehmer der zweiten Phase erhielt eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 20.000 € zzgl. Umsatzsteuer in geltender gesetzlicher Höhe.

Teilnehmer
Zur Teilnahme am Verfahren wurden folgende 25 Büros (Stadtplaner/innen und Architekten/innen) eingeladen:
ALA Architects Ltd.; Helsinki, Finland
Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten mbH; Berlin, Deutschland
be Baumschlager Eberle; Berlin, Deutschland / Lustenau, Österreich
Benthem Crouwel Architects; Aachen, Deutschland
COBE Berlin GmbH; Berlin, Deutschland
Coop Himmelb(l)au; Wien, Deutschland
Cityförster architecture + urbanism; Berlin, Hannover, Deutschland / Oslo, Norwegen / Rotterdam, Niederlande / Salerno, Italien
GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH; Berlin, Deutschland
Hadi Teherani Architects GmbH; Hamburg, Deutschland
Henning Larsen Architects A/S; München, Deutschland
Ingenhoven Architects GmbH; Düsseldorf, Deutschland
J. MAYER H. und Partner, Architekten; Berlin, Deutschland
kadawittfeldarchitektur GmbH; Aachen, Deutschland
KCAP Architects & Planners; Rotterdam, Niederlande / Zürich, Schweiz / Shanghai, China
Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH; Berlin, Deutschland
LOVE architecture and urbanism ZT GmbH; Graz, Österreich
MARS Architekten; Berlin, Deutschland
OMA HQ; Rotterdam, Niederlande
Ortner & Ortner Baukunst; Berlin, Deutschland
Sou Fujimoto Architects; Tokyo, Japan
Sauerbruch Hutton; Berlin, Deutschland
Staab Architekten GmbH; Berlin, Deutschland
Studio Libeskind New York; New York, USA
UNStudio, Ben van Berkel; Amsterdam, Niederlande / Shanghai, China / Hong Kong, China
Zaha Hadid Architects Ltd.; London, England

Zur Bearbeitung des Wettbewerbes waren nur die ausgewählten Architekturbüros berechtigt.

Urbane Mitte Juni 30, 2015