Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung


Ausstellungsgestaltung | Berlin

Durchführung eines Interessenbekundungsverfahrens für die Gestaltung der
1.700 qm großen Dauerausstellung für die Stiftung Flucht, Vertreibung,
Versöhnung im Rahmen des Umbaus des Deutschlandhauses.

Auftraggeber: Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung

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Link zu den Rückfragen
Offizielle Homepage der Stiftung
Konzeption 2012 und Leitlinien für die geplante Dauerausstellung

Aufgabenstellung (Auszug)

Gestaltung der 1.700 qm großen Dauerausstellung für die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung im Rahmen des Umbaus des Deutschlandhauses, Berlin.

Die Ausstellung wird in europäischer Perspektive die zentralen historischen Ereignisse zu dem Themenfeld Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration vorstellen, die ideologischen Triebfedern politischer Entscheidungen behandeln und die daraus resultierenden Folgen nachzeichnen. Sie konzentriert sich dabei auf das 20. Jahrhundert.

Die Dauerausstellung möchte dabei nicht nur ein Ort der Präsentation, sondern auch ein Ort des Nachdenkens sein und zu Diskussionen einladen. Nachprüfbarkeit und Transparenz sind ebenso Prinzipien der Arbeit wie die professionelle museumspädagogische Aufbereitung und Darstellung.

Gefordert wird die gestalterische Umsetzung der Ausstellungsinhalte in enger Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsteam der Stiftung und unter der Berücksichtigung ausstellungsdidaktischer und konservatorischer Vorgaben. Neben einigen szenografischen Inszenierungen soll die Ausstellungsgestaltung eine anregende Präsentation der Exponate (dreidimensionale Objekte, Plakate, Karten, Grafiken, Fotografien, Dokumente etc.) und ein breites interaktives Angebot mit einem hohen Medienanteil gewährleisten.

Auftraggeber

Die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (SFVV) ist mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Errichtung einer Stiftung »Deutsches Historisches Museum« am 30. Dezember 2008 als Stiftung des öffentlichen Rechts in Berlin errichtet worden. Ihr Träger ist das Deutsche Historische Museum Berlin.

Zweck der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ist es, gemäß § 16 des o.a. Gesetzes, »im Geiste der Versöhnung die Erinnerung und das Gedenken an Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert im historischen Kontext des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik und ihren Folgen wachzuhalten«.

Der Erfüllung dieses Zweckes dienen insbesondere:

Errichtung, Unterhaltung und Weiterentwicklung einer Dauerausstellung zu Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert, den historischen Hintergründen und Zusammenhängen sowie europäischen Dimensionen und Folgen Erarbeitung von Einzelausstellungen zu speziellen Aspekten der Gesamtthematik Vermittlung von Forschungsergebnissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen Sammlung, Dokumentation und wissenschaftliche Auswertung einschlägiger Unterlagen und Materialien, insbesondere auch von Zeitzeugenberichten; Zusammenarbeit mit deutschen und internationalen Museen und Forschungseinrichtungen

Gegenwärtig hat die Bundesstiftung ihren Sitz in der Mitte Berlins, in der Mauerstraße 83/84. Standort des zukünftigen Ausstellungs- und Dokumentationszentrums wird das Deutschlandhaus am Anhalter Bahnhof sein, ein denkmalgeschützter Bau aus den 1920er Jahren.

Verfahrensablauf

Die ausgeschriebene Dienstleistung wird im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens gemäß § 3 Abs. 1 VOF 2009 (Teilnahmewettbewerb) vergeben.

Nach Auswahl der Bewerber (min. 4 – max. 7) für die 2. Stufe des Verfahrens ist vorgesehen, diese mit der Einladung zum Verhandlungsgespräch aufzufordern, weitere Unterlagen zu einer vom Auslober gestellten Entwurfsaufgabe auszuarbeiten und einem ausgewählten Gremium persönlich vorzustellen. Der ca. 2-monatige Zeitraum zur Erarbeitung des Angebots und der Entwurfsaufgabe ist in den Monaten Oktober und November 2013 geplant. Welche Unterlagen und in welcher Qualität diese auszuarbeiten sind, wird spätestens mit der Einladung für die 2. Stufe an alle ausgewählten Bewerber mitgeteilt. Ziel der Ausschreibung ist es, insbesondere neben der gestalterischen Qualität die wissenschaftlichen und didaktischen Konzepte in kooperativer Arbeitsweise gemäß den heutigen museumspädagogischen Anforderungen umzusetzen.

Einreichtermin Bewerbungsbögen: 5.August 2013
Vorgesehener Bearbeitungszentrum: Oktober-November 2013

Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung Mai 28, 2013